Sobald eine Stromleitung unter Spannung steht, entsteht ein elektrisches Feld. Dieses ist auch dann vorhanden, wenn Geräte nicht aktiv eingeschaltet sind.
Wir leben seit über 100 Jahren mit elektrischem Strom und nehmen ihn als selbstverständlich hin – ohne Strom läuft heute nichts mehr im Haushalt. Gleichzeitig beschäftigen sich immer mehr Menschen mit der Frage, wie elektrische Wechselfelder im eigenen Umfeld entstehen und wie sie sich beeinflussen lassen.
Oft entstehen sogenannte „Hotspots“ an Stellen, an denen mehrere Kabel und elektrische Geräte zusammenkommen. In solchen Bereichen können erhöhte elektrische Wechselfelder auftreten.
Gerade am Arbeitsplatz oder an Orten, an denen man sich über längere Zeit aufhält, wird dieses Thema für viele Menschen interessant.
Besonders der Schlafbereich spielt dabei eine wichtige Rolle, da viele Menschen hier auf ein möglichst ruhiges und reduziertes Umfeld achten.
Hinweis
In der Baubiologie werden teilweise deutlich niedrigere Orientierungswerte verwendet als in gesetzlichen Regelwerken. Diese unterschiedlichen Ansätze zeigen, dass elektrische und elektromagnetische Felder aus verschiedenen Perspektiven bewertet werden.
Viele Menschen orientieren sich daher zusätzlich an baubiologischen Empfehlungen, um ihre persönliche Wohnsituation individuell zu beurteilen.

Die Geschichte mit dem „Geist“
In einer Wohnung fiel den Bewohnern in der Küche über längere Zeit immer wieder etwas aus der Hand. Mit der Zeit wurde das scherzhaft als „Hausgeist“ bezeichnet, da Teller und Tassen zunehmend weniger wurden.
Erst eine Messung brachte Klarheit: An der Küchen-Arbeitsplatte wurde ein deutlich erhöhtes elektrisches Wechselfeld gemessen (1200V/m vorhanden => ein guter baubiologischer Wert wäre 1-3 V/m) – verursacht durch mehrere angeschlossene Geräte sowie zusätzliche, nicht sichtbare alte Steckdosenleisten.
Auf der Arbeitsplatte standen mehrere Geräte wie Toaster, Mixer, Kaffeemaschine und Wasserkocher, die über eine Steckdosenleiste verbunden waren. Zusätzlich befand sich hinter dem Küchenbuffet eine weitere, nicht genutzte alte Steckdosenleiste.
Nachdem diese entfernt und die Stromversorgung optimiert wurde, konnte das elektrische Wechselfeld deutlich um über 95% reduziert werden.
Ein anschauliches Beispiel dafür, wie technische Einflüsse im Alltag entstehen können – und wie sich durch einfache Maßnahmen Veränderungen erreichen lassen.
👉 Kein Hausgeist – sondern ein technischer Zusammenhang.
Was können Sie selbst tun?
- Prüfen Sie Bereiche mit vielen Geräten und Kabeln
- Entfernen Sie unnötige alte nicht geschirmte Steckdosenleisten und ersetzen Sie diese durch geschirmte Steckdosenleisten
- Achten Sie auf eine bewusste Platzierung von Geräten
- Reduzieren Sie unnötige Dauerstromquellen
Für das Schlafzimmer nutzen manche Menschen zusätzlich technische Lösungen wie Netzfreischalter, die Stromkreise bei Nichtnutzung automatisch unterbrechen.
Was wir für Sie tun können
Elektrische Wechselfelder sind nur ein Teil einer umfassenden Betrachtung.
Für einen vollständigen Überblick können zusätzlich folgende Bereiche berücksichtigt werden:
- elektrische Gleichfelder
- magnetische Gleichfelder
- magnetische Wechselfelder
- hochfrequente elektromagnetische Felder
Wir unterstützen Sie mit Messungen und Lösungen, um Ihre individuelle Wohn- und Arbeitssituation besser zu verstehen und gezielt zu optimieren.
Schauen Sie sich jetzt gerne unsere Messangebote an.